Kopf Aug
30.07.2017 10:00erstellt von: Kerstin Steitz


ANLAGENRING FRANKFURT

Nachdem die Woche mit viel Regen glänzte, versprach der Sonntagmorgen richtigen Sonnenschein und lud förmlich zum Radeln ein. Gut gelaunt fanden sich dann 23 Radlerfreunde ein, die offenbar eine Stadtradtour mit vielen Ampeln sehr spannend fanden.


Zunächst fuhren wir aber ohne derartige Hindernisse durch den Dietzenbacher und den Neu-Isenburger Wald. Ziel war das Ende des Ziegelhüttenweges. Über den Ziegelhüttenweg und die Hohlbeinstraße ging es in die Stadt hinein bis zum Main.
Dort erwartete uns mit dem Hohlbeinsteg eine erste kleine Herausforderung. Gleichzeitig mit uns kam eine Gruppe Segwayfahrer angerollt, die wie wir über den Hohlbeinsteg wollten. Allerdings in entgegengesetzter Richtung. Damit aber nicht genug. Mitten auf der Brücke kam uns schon die nächste Segway-Gruppe entgegen. Es war also nicht einfach sich zwischen den normalen Fußgängern und Segway-Gruppen durchzumogeln. Der ein oder andere fand es daher sicherer, sein Rad über die Brücke zu schieben.
Vom Hohlbeinsteg war es nur noch ein kurzes Stück bis zum Mittelteil der Tour, dem Anlagenring. Leider ist hinter den Städtischen Bühnen, mit Oper und Schauspielhaus, immer noch eine Baustelle die hier das Reinfahren in die Anlage schwierig macht.
Jetzt hatten wir das Vergnügen viel von der als Mainhattan bezeichneten Innenstadt zu sehen und gleichzeitig durch eine Parkanlage zu radeln. Weniger schön, die vielen Ampelquerungen. Besonders hinderlich durch die große Gruppe und oft nur in Etappen möglich. Was jedoch keinen verdrießlich stimmte, sondern von allen bravourös weggesteckt wurde. Dafür gab es mit dem Kleinod „Nebbienschen Gartenhaus“, einem klassizistischer Pavillon, und zur Mittagszeit im Bethmannpark mit dem Chinesischen Garten, auch Garten des Himmlischen Friedens genannt, eine gewisse Belohnung. Mit der Sperrung des Chinesischen Gartens leider etwas unvollkommen, da wir das Spazierengehen durch den Garten und das Anschauen desselben nicht mehr bieten konnten. Es lag aber nicht in unserer Hand, dass der Garten durch Vandalismus im Frühjahr zerstört wurde, und wegen der Baufälligkeit eines Tempels nun auf unbestimmte Zeit geschlossen ist. Zum Bestaunen blieb jetzt nur der Blumengarten des Bethmannparks übrig, in dem wir wie vorgesehen unsere Mittagspause machten.
Beim Packen zur Weiterfahrt ziehen plötzlich dunkle Wolken auf, und mahnen uns aufzubrechen. Wir gehen in den Anlagenring zurück, schwingen uns dort auf unsere Räder, und erreichen mit dem Ende der Obermainanlage wieder den Main. Über die Flößerbrücke geht es auf die andere Mainseite, und dort den Main entlang Richtung Offenbach. Am neu gestalteten Hafenplatz in Offenbach halten wir noch einmal um einzukehren. Hier holen uns die schwarzen Wolken und letztlich auch der Regen ein. Es ist aber nur ein Regenschauer, den wir bei einem Eis, bei Kaffee und Kuchen, oder bei einem Bier in aller Ruhe aussitzen können.
Mit frischem Elan geht es weiter. Zunächst noch ein Stück den Main entlang. Am Isenburger Schloss verlassen den Main und fahren dann durch Offenbach und über die Rosenhöhe nach Dietzenbach zurück. Kurz vor dem Ende verabschieden wir die Steinberger, die sich einen Umweg über Dietzenbach damit ersparen können. Gegen 16:00 Uhr und nach ca. 45 km, somit etwas kürzer als übervorsichtig im Heft angeben, ist die Tour dann offiziell zu Ende.

Tourenleiter: Renate & Hubert Kluß
Text: Renate & Hubert Kluß
Fotos: Ümmet Kümetepe
Redaktion: Kerstin Steitz


656-mal angesehen




© ADFC 2020

TPH 2020
Fahrrad-Codierung
ADFC GPS
Bett und Bike
ADFC ReisenPLUS
ADFC Hessen bei Facebook
Routenplaner Hessen